Erfolgreiche Herbstprüfung für Rettungshunde am 07.10.2017

Am vergangenen Samstag hat die BRH Rettungshundestaffel Münsterland e.V. ihre Herbstprüfung ausgerichtet.


Das Waldstück bei Coesfeld, in dem sich gut versteckt ein bis drei „vermisste“ Personen befanden, war ca. 2,5 ha groß und sehr dicht mit Brombeerranken und Waldbeersträuchern bewachsen. Eine Herausforderung für die Hunde, die in die Suche geschickt wurden. Die genaue Zahl der Vermissten wird den Hundeführern nicht bekannt gegeben. Bei sehr wenig Windbewegung war es die Aufgabe des Hundeführers, den Hund taktisch klug durch die Fläche zu lenken, um auch wirklich jeden Bereich abzudecken. Ist eine Person vom Hund gefunden, zeigt er den Fund in der Regel durch lang anhaltendes Bellen an, bis sein Hundeführer zur Stelle ist.


Malinois-Mix-Hündin Naddel von Volker Neubauer (RHS Münsterland) ist in der Anzeigeform Bringseln ausgebildet. Wenn Naddel eine vermisste Person gefunden hat, nimmt sie das an ihrem Halsband befestigte Bringsel - in diesem Fall ein Stück roter Kunststoffschlauch - auf und trägt es zum Hundeführer. Naddel wird daraufhin angeleint und führt auf kürzestem Weg zur vermissten Person, die dann im Realeinsatz erstversorgt und dem Rettungsdienst zugeführt wird. Naddel hat in diesem Jahr erstmalig ihre Flächenprüfung abgelegt und kann nun auch in Realeinsätzen auf die Suche nach Vermissten gehen.


Auch Rettungshundeführerin Martina Linke mit ihrem Australian Shepherd Fly Boy konnte durch die jährliche Wiederholungsprüfung ihre Einsatzfähigkeit für die Rettungshundestaffel Münsterland um ein weiteres Jahr verlängern. Martina Linke und Fly Boy sind für ihre Prüfung von der Leistungsrichterin des Bundesverbandes Rettungshunde (BRH) mit der Bestnote „vorzüglich“ bewertet worden.


Der BRH RHS Münsterland stehen im Moment 9 einsatzfähige Mensch-Hund-Teams und insgesamt 18 Einsatzkräfte zur Suche nach vermissten und verschütteten Personen zur Verfügung.

thumb MartinaFlyBoy thumb VolkerNaddel

BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. und sein Kooperationspartner I.S.A.R. Germany helfen in Mexiko nach Erdbeben

Mexikanische Regierung lobt professionelle Unterstützung des Expertenteams

Innerhalb weniger Tage wurde Mexiko von mehreren schweren Erdbeben erschüttert. Die Folgen sind katastrophal. Zusätzlich zur menschlichen Tragödie von mehreren hundert Todesopfern sind zahlreiche Gebäude schwer beschädigt und dauerhaft unbewohnbar. Ein erfahrenes Expertenteam der Kooperationspartner BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. und I.S.A.R., nahm am Donnerstagabend unmittelbar nach seiner Ankunft in Mexiko Stadt seine Arbeit auf.

Bereits am Mittwoch startete das Erkundungsteam, bestehend aus dem Fachbereich Humanitäre Hilfe des BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. und Mitarbeiter der I.S.A.R., in Richtung Mexiko. Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ergänzen das Team aus Bauingenieuren, Medizinern und Experten für Katastrophenmanagement. Alle Teammitglieder sind Spezialisten in ihrem Fachgebiet. Sie blicken auf umfangreiche Erfahrungen aus den Einsätzen nach schweren Erdbeben oder Stürmen in Nepal 2014, den Philippinen 2013 oder in Haiti zurück.

Am Donnerstagabend traf das zweite Team in Mexiko Stadt ein und unterstützt das Erkundungsteam seit seiner Ankunft mit zusätzlicher Fachkompetenz. Im ersten Schritt führen die entsandten Mitglieder des BRH Bundesverband Rettungshunde und der I.S.A.R. eine detaillierte Begutachtung der unversehrt wirkenden Gebäude durch. Sie prüfen deren Statik und beurteilen die weitere Nutzbarkeit. Zeitgleich beraten Sie die Bergungstrupps bei ihrer Arbeit. Audi Mexiko unterstützte die Helfer mit Fahrzeugen und ermöglichte Ihnen so, alle Einsatzorte schnell und sicher zu erreichen.

                  

Mit an Bord des zweiten Teams war eine innovative Technologie; ein Motion Tracker. Dabei handelt es sich um ein hochmodernes Bioradar des BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. zur technischen Ortung verschütteter Personen. Es ist in der Lage, den menschlichen Herzschlag und die Atmung durch Trümmerschichten hindurch zu orten.

Als sinnvolle ergänzende Maßnahme zum Einsatz von Rettungshunden detektiert das Gerät Atmung und Herzschlag der verschütteten Person nach der Anzeige durch einen Rettungshund. Dies ermöglicht eine detaillierte Positionsbestimmung und die schnelle und schonende Bergung der Opfer. In Zukunft soll das Bio-Radar in Inlands- und Auslandseinsätzen bei der Rettung von Menschenleben aus Trümmerlagen unterstützen.

Tier- und Umweltschutztag in Coesfeld

Die BRH Rettungshundestaffel Münsterland e.V. und zahlreiche andere Organisationen aus dem Tier- und Umweltschutzbereich freuen sich auf Euren Besuch!

Plakat Aktionstag Coesfeld thumb

Trümmertraining in Ahlen am 08.07.2017

Unser Mitglied Alex Sichler konnte für die Trümmerausbildung der Hunde ein Abrissgebäude in Ahlen zur Verfügung stellen. Es handelt sich um eine ehemalige Industrieanlage, die seit Anfang der 90er Jahre leer steht und dementsprechend verfallen oder auch durch Vandalismus zerstört ist.

Es gab dunkle Räume mit teils unangenehmen Untergründen wie Schutt, Glasscherben, verstreuten Büchern, Akten, Papier, verkohlten Reifen u.ä., aber auch große, helle Hallen und Innenhöfe.
Die Witterungsausarbeitung unter solchen Bedingungen ist für die Hunde eine große Herausforderung, weil wir zum einen selten die Möglichkeit haben so zu trainieren und zum anderen weil die Verbreitung der Witterung in solchen Gebäuden unberechenbar ist.

Alle Hunde, auch unsere Youngsters Vesta und Romy, haben sich sehr geschickt und motiviert gezeigt, die Versteckpersonen ausfindig gemacht und sauber angezeigt.
Wir bedanken uns bei Alex Sichler und der Fa. Nahrath für diese außergewöhnliche Trainingsmöglichkeit.

Ahlen thumb

NRW Landesübung bei Euskirchen am 20.05.2017

Die BRH RHS Bonn-Rhein-Sieg hat in diesem Jahr alle NRW-Staffeln zu einer gemeinsamen Übung in ein großes Waldgebiet bei Euskirchen eingeladen.

Diese landesweiten Übungen bilden die Grundlage für einen reibungslosen Ablauf bei Großeinsätzen. Geübt werden anhand realistisch nachgestellter Szeneraien die Zusammenarbeit der Staffeln untereinander, der Funkverkehr, die Orientierung in den großen Suchgebieten und die hierarchische Organisation eines Großeinsatzes.

Alle „vermissten Personen“ einer Wandergruppe, die in dem weiträumigen Gebiet die Orientierung verloren hatten, wurden aufgefunden und zum Teil dem Rettungsdienst übergeben.

Die Zusammenarbeit unter den einzelnen Staffeln und Zugführern hat reibungslos geklappt, so dass in der Nachbesprechung der Übung nur lobende Worte ausgesprochen wurden.

Vielen Dank an die Familienangehörigen und Freunde der RHS Bonn Rhein Sieg. Sie stellten sich als "vermisste Personen" zur Verfügung und harrten zum Teil mehrere Stunden in engen Verstecken und oft nicht ganz bequemen Positionen aus. Diese Helfer sind ein wichtiger Bestandteil jeder Einsatzübung.

NRW Übung Eusk thumb

Vorführung im DRK Kindergarten Haus Holtwick am 25.04.17

Inzwischen ist es schon Tradition, dass unsere Staffel für die Einschulungskinder des letzten Jahrgangs eine kleine Vorführung zum Thema Rettungshunde macht.

Zunächst gab es ein bisschen „Theorieunterricht“ in Sachen Funken und Suchtaktik. Die Kinder haben mit Begeisterung die Funkgeräte, Helmlampen, Beatmungsmasken getestet.

Doch der Höhepunkt war wie in jedem Jahr der Kontakt zu den Hunden. Bix, Toby, Gundi, Naddel, Alex und Romy haben alles gegeben, um die Kinder zu erfreuen. Im Garten wurden kleine Suchen mit „vermissten“ Kindern inszeniert und alle Hunde haben sich anschließend brav durchknuddeln lassen.

Uns macht die Vorführung für die Kinder auch immer großen Spaß und wir freuen uns natürlich schon aufs nächste Mal!

25.04.2017 KiGa Holtwick25.04.2017 KiGa Holtwick 1

23.04.2017 Blaulicht Tag in Coesfeld wir sind dabei

30249 DRK OV Coesfeld Flyer A5 Blaulichttag

30249 DRK OV Coesfeld Flyer A5 Blaulichttag2

Am 23.04.17 findet in Coesfeld der Blaulicht Tag statt. Dort stellen DRK, DLRG, THW, Feuerwehr und die BRH Rettungshundestaffel Münsterland e.V. ihre Arbeit vor.

Es werden viele interessante Vorführungen angeboten u.a. auch Übungen mit Rettungshunden, die die Suche und das Auffinden vermisster Personen zeigen. Außerdem wird unsere Staffel mit einem Infostand vor Ort sein, an dem wir alle Fragen rund um unsere Arbeit beantworten.

Wenn Sie dann neugierig geworden sind, können Sie uns an unserem Infotag auf dem Staffelgelände in Coesfeld Stevede besuchen und uns näher kennenlernen. Informationen dazu finden Sie auf unserer Startseite.

Rettungshunde Seminar mit Andrea Otto und Nicole Beutler

Aus- und Weiterbildung RH-Seminar 08.04. und 09.04.2017

Hundeausbildung macht viel Spaß und in der Gruppe gelingt es auch meist, die Ausbildungsziele zu erreichen.
Aber jeder von uns Hundeführern ist auch schon mindestens einmal an dem Punkt angelangt, wo es nicht weitergeht; irgendwie will der Knoten nicht platzen, obwohl man alles Mögliche probiert hat. Vor allem bei der Anzeige, der Königsdisziplin in der Rettungshundeausbildung, schleichen sich leicht Fehler ein. Der Hund bedrängt die Versteckperson; er bellt nicht ausdauernd genug; er schaut sich ständig nach dem Hundeführer um, anstatt seinen Fokus auf die gefundene Person zu richten.

Dann ist es gut, einen Blick über den Tellerrand zu werfen und sich Unterstützung und Rat von außen zu holen. Unsere Ausbildungsleitung Steffi Imberg hat für ein Wochenende die beiden Ausbilderinnen Andrea Otto und Nicole Beutler engagiert, um unseren Hundeführern neue Wege aufzuzeigen und an kleineren und größeren Problemen zu arbeiten.

Zuerst wurde das theoretische Fundament noch einmal aufgefrischt und alle Verweisarten und deren Aufbau vorgestellt. Doch grau ist alle Theorie- und im Laufe des Tages bekam jeder Hundeführer die Möglichkeit, sich mit seinem Hund vorzustellen und die ganz individuellen Problemstellungen zu bearbeiten. Andrea und Nicole haben einen sehr geschärften und erfahrenen Blick auf die Teams, so dass schnell Lösungsansätze gefunden wurden und erste Fortschritte zu verzeichnen waren.
Am folgenden Sonntag wurden die Übungen vertieft und Strategien für die weitere Ausbildung entwickelt.

Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz; denn Lernen klappt ja bekanntlich am besten in einem entspannten, stressfreien Umfeld. So wurden z.B. recht ausgefallene Positionen der Versteckpersonen konstruiert, die unsere älteren und erfahrenen Hunde aber überhaupt nicht aus dem Konzept bringen konnten.

Am Sonntagnachmittag endete die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Gruppenbild. Auch wenn es anstrengend war, sich über zwei Tage nicht nur auf den eigenen Hund und seine Ausbildung zu konzentrieren, sondern auch bei den anderen Teams mitzulernen, sind sicher alle Hundeführer zuversichtlich und motiviert, die kleinen Probleme in Angriff zu nehmen, nach Hause gegangen.

Ulrike Pauls

RH Seminar

Erfolgreiche Frühjahrsprüfung für Rettungshunde

Am 11.03. und 12.03.  hat die Frühjahrsprüfung für Rettungshunde bei der BRH Rettungshundestaffel Münsterland e. V. stattgefunden. 

Neben der RHS Münsterland haben Staffeln aus ganz NRW teilgenommen, um ihre jährlich geforderte Überprüfung durch einen Leistungsrichter des Bundesverbandes Rettungshunde in der Fläche und in den Trümmern abzulegen.

Das Waldstück, in dem sich gut versteckt ein bis drei „vermisste“ Personen befanden, war ca. 2,5 ha groß und sehr dicht bewachsen. Eine Herausforderung für die Hunde, die auf die Suche geschickt wurden. Die genaue Zahl der Vermissten wird den Hundeführern nicht bekannt gegeben. Bei sehr wenig Windbewegung war es die Aufgabe des Hundeführers den Hund taktisch klug durch die Fläche zu lenken, um auch wirklich jeden Bereich abzudecken. Ist eine Person vom Hund gefunden, zeigt er den Fund in der Regel durch lang anhaltendes Bellen an, bis sein Hundeführer zur Stelle ist.

In dieser Sparte konnten Gerlinde Neubauer mit Toby, Gabriele Berger mit Bix, Birgit Wennemar mit Ivo und Ulrike Pauls mit Alex ihre Einsatzfähigkeit für die Flächensuche bestätigen.

Auf dem vereinseigenen Gelände in Stevede wurden die Trümmerprüfungen abgenommen.
Das Trümmergelände wurde in den 80er Jahren mit finanzieller Unterstützung der Stadt Coesfeld in Eigenarbeit errichtet. Es bildet Trümmerlagen nach, wie sie nach einem Erdbeben oder einer Gasexplosion entstehen, so dass die Hundeführer mit ihren Hunden dort einsatznahe Bedingungen vorfinden. Darüber hinaus werden sie theoretisch in Trümmerkunde geschult, damit sie im  Einsatz einschätzen können, in welchen Bereichen die Möglichkeit am größten ist, die verschütteten Personen lebend zu finden. 

Das Gelände wurde vom Leistungsrichter in 3 Suchabschnitte eingeteilt, die der Hund nacheinander absuchen sollte. Dabei darf er das einmal betretene Suchgebiet nicht verlassen, bevor der Hundeführer es frei gibt, d.h. die Person gefunden oder festgestellt wurde, dass sich in diesem Bereich keine Person befindet. 

Auch die Feinsuche wurde innerhalb der Prüfung abgefragt. Hier darf der Hund nicht mehr selbständig arbeiten, sondern muss im Abstand von maximal 2 Metern zu seinem Hundeführer nach dessen Anweisung alle Ritzen, Spalten, Öffnungen etc. ganz gründlich absuchen. Auf diese Art kann der Hundeführer im Einsatz sicherstellen, dass nichts übersehen oder flüchtig überlaufen wird. 

In dieser Sparte konnte Betty Menken mit ihrem Dobermann Knut nach 2-jähriger Ausbildung erstmalig die Prüfung bestehen.

Die BRH RHS Münsterland ist im Augenblick mit  8 Teams in der Fläche und 3 Teams in der Trümmersuche einsatzbereit.

Prfung Frhjahr 2017016 1Prfung Frhjahr 2017016 3Prfung Frhjahr 2017016 7 Prfung Frhjahr 2017016 2

Gaby und Freddy bestehen Wiederholungsprüfung in Lingen

Freddy Gaby Fruehjahrspruefung 2016

 

Die Rettungshundeführerin Gaby Ahlers aus Holtwick konnte mit ihrem Golden Retriever Freddy auch in diesem Jahr wieder ihre Einsatzfähigkeit für die BRH Rettungshundestaffel Münsterland e.V. um ein weiteres Jahr verlängern. 

Das Team hat bei der Rettungshundestaffel Lingen/Ems erfolgreich eine Flächensuche mit bis zu 3 „vermissten“ Personen absolviert. Freddy hat 25000 qm in 25 Minuten unter Anleitung seiner Hundeführerin durchkämmt und den Fundort durch Verbellen angezeigt. 

Die geprüften Teams werden zur Suche von vermissten Personen wie z. B. an Demenz erkrankten Senioren oder suizidgefährdeten Menschen eingesetzt. 

Die Alarmierung erfolgt über die Rettungsleitstellen Coesfeld und Borken und ist für den Alarmierenden kostenlos.