Staffel Urlaub bei der RHS Main Kinzig

Die „Nordlichter“ in Hessen

Seit Jahren verbindet die BRH Rettungshunde-Staffeln Münsterland und Main Kinzig ein guter Kontakt. Die RHS Main Kinzig besucht jedes Jahr zu Trainingszwecken das Trümmergelände der RHS Münsterland in Coesfeld Stevede.

Ausbildungsleitung Ulrike Pauls berichtet:

In diesem Jahr nutzen „die Münsterländer“ nun die Chance, das Training vom Flachland ins hügelige Hessen zu verlegen. Ein Termin war schnell gefunden und 6 Münsterländer, 1 Ehefrau, 1 Ehemann und 6 Hunde machten sich auf den Weg ins benachbarte Bundesland. Wir hatten uns ein sehr heißes Sommerwochenende ausgesucht; aber die schattigen Wälder mit den kleinen Bächen gaben ausreichend Kühlung. Die Steigungen allerdings waren für uns „Flachlandtiroler“ eine echte Herausforderung. Es ging auf und ab, so dass wir Menschen ordentlich aus der Puste kamen. Den Hunde machte das alles wenig aus. Sie verschafften sich regelmäßig Kühlung in den kleinen Bächen, die sich durch das Trainingsgelände zogen. Es herrschte ein harmonisches Miteinander unter den beiden Staffeln. Tipps und Hilfestellung zum Training und Erfahrungsaustausch standen im Vordergrund. Dieser wunderbare, lehrreiche Trainingstag fand am Samstagabend einen krönenden Abschluss mit einem gemeinsamen Grillfest. Wir wurden verwöhnt mit köstlichen Grillspezialitäten, selbst gemachten Salaten und Kuchen.

Am Sonntag ging es dann wieder ernsthaft zur Sache. Trümmertraining in einem Basaltwerk stand auf dem Plan. Auch das war für unsere Rettungshunde-Teams eine völlig neue Erfahrung. Gerüche nach Teer, von der Sonne erhitzten, riesige Steinhaufen, Maschinen und vieles mehr. Die Trainingsgruppen wurden neu zusammengestellt, so dass wir auch andere Hundeführer mit ihren Hunden kennenlernen konnten. Am Sonntagnachmittag traten wir die Heimreise an, ausgestattet mit vielen neuen Eindrücken und wertvollen Erfahrungen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Teams der RHS Main Kinzig für dieses wunderschöne Wochenende und freuen uns auf ein Wiedersehen im Münsterland!

 

Gemeinsames Training mit der Feuerwehr Coesfeld

Auf Initiative der Feuerwehr Coesfeld hat sich unsere Staffel mit 12 Mitgliedern Ende August zu einem „Dienstabend“ des 2.Löschzuges auf dem Gelände der Mülldeponie Coesfeld getroffen.

In leerstehenden Gebäuden hatten die Zugführer durch komplette Vernebelung ungewohnte und anspruchsvolle Situationen geschaffen, die alle Teams bravourös meisterten. Auch die akustischen Bedingungen (laute Notstromaggregate und laufende LKW-Motoren) und umherlaufende Feuerwehrleute mit kompletter Atemschutzausrüstung sowie Ausfahren von Drehleitern und natürlich jede Menge Wasser konnten unsere Hunde nicht aus der Ruhe bringen. Routiniert erledigten sie ihre Suchaufgaben und wurden großzügig belohnt.

Jetzt freuen wir uns auf einen Gegenbesuch auf unserem Trümmergelände in Stevede.

Training mit der Feuerwehr Coesfeld

Vorführung im Wildpark Frankenhof

Vorführung im Wildpark Frankenhof

Am 07.09.2014 wurde im Wildpark Frankenhof der Tag des Wolfes gefeiert. Neben Aktionen am Wolfsgehege ging es um das Thema „Vom Wolf zum Hund“.

Dies wurde mit verschiedenen Aktivitäten aufgegriffen. Neben Infoständen zur Ernährung von Hunde, Hundebedarf, Sport mit dem Hund etc., waren wir eingeladen unsere Arbeit mit den Rettungshunden vorzustellen. So waren dann einige Teams unserer Staffel bei schönstem Spätsommerwetter nach Reken gefahren, um uns mit Vorführungen und dem Infostand den Besuchern des Parks bekannt zu machen. Unsere Hunde zeigten in zwei Vorführungen verschiedene Anzeigearten (Verbellen und Freiverweisen) in unterschiedlichen Situationen. Auf diese Weise wurden z.B. Menschen mit Gehhilfen und mit kleinem Hund auf dem Elektro-Scooter „gefunden“. Neben den Vorführungen hatten unsere Hunde die Gelegenheit an einem Spaßturnier teil zu nehmen und die vielen Eindrücke des Wildparks auf sich wirken zu lassen.

Vorführung Sommerfest Pferdehof Ahaus e.V.

Vorführung beim Sommerfest des Pferdehofes Ahaus e.V.

Der Pferdehof Ahaus nimmt sich der Tiere an, die niemand mehr haben will, die beim Abdecker angemeldet sind. Die Mitglieder kümmern sich mit viel Herzblut um diese Pferde, opfern Freizeit und finanzielle Mittel, um ihnen einen schönen Lebensabend zu ermöglichen.

Die RHS Münsterland wurde zum diesjährigen Sommerfest eingeladen, um durch eine Vorführung Publikum anzuziehen. Wir sind dieser Einladung sehr gern gefolgt und mit 4 Hundeführern und 5 Hunden dort an den Start gegangen. Unterstützt wurden wir tatkräftig durch die Schwester von Gabi Berger, die gerade zu Besuch war und eigentlich Angst vor Hunden hat. Sie hat sich aber todesmutig in die Höhle unserer „Löwen“ begeben und fand unsere Vierbeiner nach einer Weile ganz sympathisch. Es war ein schwülwarmer Sommertag, für Mensch und Tier eine Herausforderung. Die Motivation, unter den gegebenen Bedingungen das Beste zu geben, war dennoch hoch. Die Gerätevorführung wurde mit den vorhandenen Materialien wie Strohballen und Gerüstbrettern kurzerhand improvisiert. Unsere Hunde gingen wie selbstverständlich mit der neuen Situation um.

Sie ließen sich weder durch die fremden „Geräte“ noch die vielen menschlichen und tierischen Zaungäste irritieren. Sogar die frei laufenden Hühner, die sich das alles unbedingt aus der Nähe anschauen wollten, brachten unsere routinierten Hunde nicht aus dem Konzept.

Im Anschluss an die Gerätearbeit wurden noch einige kleine Suchen gezeigt. Die Helfer versteckten sich im angrenzenden Gebüsch, unter großen Planen und Wolldecken. Natürlich wurden alle Personen gefunden und korrekt durch anhaltendes Verbellen angezeigt. Nach jeder der beiden gezeigten Vorführungen, kamen interessierte Fragen aus dem Publikum und anerkennende Worte für die Rettungshundearbeit im Allgemeinen und unsere tollen Hunde im Besonderen. Wir konnten sogar ein neues Mitglied für unsere Staffel aus den Reihen des Publikums gewinnen. Es war ein rundum gelungenes Fest, das dem Pferdehof hoffentlich ein gutes Spendenpolster für seine künftigen Aufgaben verschafft hat.

Großübung für Rettungshunde mit BRH-Staffeln aus ganz Nordrheinwestfalen

Am vorletzten Wochenende im August fand eine gemeinsame Großübung für Rettungshundestaffeln aus ganz NRW in Coesfeld-Stevede auf dem Vereinsgelände unserer Rettungshundestaffel statt.

Einmal jährlich trainieren die Rettungshundeteams aus NRW gemeinsam, um die Abstimmung für die Koordination im Ernstfall zu erproben.

9 von 13 BRH-Staffeln mit rund 75 Teilnehmern waren der Einladung gefolgt und konnten neben gemeinsamen Trainingseinheiten für Flächen-, Trümmer- und Mantrailingsuche auch in einer gemeinsamen Großübung am Samstag ihr Können unter Beweis stellen.

Das Szenario in einem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr in Lünten bei Vreden schilderte die Situation nach einer illegalen Massenparty, bei der es zu einer großen Schlägerei gekommen war. Es wurden noch mehrere „schwerverletzte Jugendliche“ vermisst, die sich in die umliegenden Wälder oder Gebäude geflüchtet hätten.

Etwa 50 Einsatzkräfte der Staffeln waren vor Ort, ebenso unterstützte das DRK COE, der ASB Borken sowie die Notfallseelsorge COE diese Übung. Ein Fernsehteam der WDR-Lokalzeit Münsterland filmte das Geschehen (hier gehts zum Film).

Zugführer Bastian Hennlich von der BRH-RHS Emscher-Lippe war sehr zufrieden mit der professionellen Durchführung und Disziplin aller Teilnehmer: „Die Zusammenarbeit der verschiedenen Staffeln klappte hervorragend.“

Am Sonntag stand dann noch ein Orientierungsmarsch mittels GPS-Geräten auf dem Plan, der neben kniffligen Aufgaben für die Hundeführer auch viel Spaß für Vier- und Zweibeiner bot.

Fazit aller Beteiligten: Die Kameradschaft und Leistungsbereitschaft wird durch solche gemeinsamen Trainingsmöglichkeiten enorm gefördert und kommt uns im Ernstfall zugute.

Münsterländer beim BRH Team Test in Hünxe

RHS-Münsterland beim BRH Team-Test

Alljährlich steht der sogenannte „Team-Test“ auf dem Ausbildungsprogramm des BRH. Bei dieser Veranstaltung werden Mannschaften, bestehend aus geprüften Rettungshunden, Hundeführern und Suchgruppenhelfern gebildet, die unter wettkampfähnlichen Bedingungen gegeneinander antreten und verschiedene Aufgabenstellungen zu bearbeiten haben. Ernster Hintergrund neben der sportlichen Herausforderung sind natürlich auch hier die Schulung der Teamfähigkeit für den Einsatzfall und die Unterbeweisstellung der erlernten Fähigkeiten. Deshalb werden die Aufgaben von den Ausrichtern einsatznah gestaltet und sind den einzelnen Teams natürlich vorher nicht bekannt.

Es wurden Teams von jeweils drei Hundeführern mit Hund immer aus verschiedenen Staffeln eingeteilt. Gemeinsam im Team musste an neun Stationen eine Aufgabe gelöst werden. Die Schwierigkeitsgrade der Aufgaben variierten und konnten im Team untereinander aufgeteilt werden. Die Teams gingen gemeinsam mit den Hunden den ganzen Tag von Station zu Station.

Station: Lenken

Die Teams mussten drei verschiedene Aufgaben aus dem Bereich „Lenken“ in einer vorgeschriebenen Zeit lösen. Die Hunde wurden mit dem Kommando „Voran“ ein Gebäude entlang geschickt; von dort ging es in die Suche. Dann ging es mit dem „Voran“ in ein 100m entfernt gelegenes kleines Waldstück. Die letzte Aufgabe bestand darin, den Hund mit dem Kommando „Herum“ um ein Gebäude zu schicken.

Team Münsterland 2014 :

TeamTest 2014

Bix geführt von Gabi Berger,Fly Boy geführt von Martina Linke, Sam geführt von Marion Sichler Birgit Wennemar

als Suchgruppenhelfer Helfer: Katharina Berger und Marina Linke

Station: Trümmer

Zwei Suchen in den Trümmern mit jeweils zwei Versteckpersonen mussten durchgeführt werden. Hier gab es zwei verschiedene Schwierigkeitsgrade in Bezug auf die gewählten Ver- stecke.

Station: Flächensuche

In der Flächensuche mussten zwei Personen gefunden werden. Die Schwierigkeit bestand darin, dass der Hundeführer sich nur vorwärts auf einem ihm zugewiesenen Weg bewegen durfte, von dem er nicht abweichen durfte. Von dort galt es, den Hund durch die Fläche zu lenken.

Station: Verschiedenes

Jeder Hundeführer erstellte für einen seiner Teamkollegen eine Aufgabe, die er gemeinsam mit seinem Hund lösen musste. Beispielsweise „Starten“ von einer ungewöhnlichen Position aus, z.B. von Dach eines Schuppens. „Start“ mit Ablenkung, z.B. während eine Person in die entgegengesetzte Richtung läuft. Den Hund in der Vorwärtsbewegung stoppen und in eine andere Richtung lenken, u.v.a.m..

Station: Anzeigeformen

An dieser Station war die Herausforderung in Form von verschiedenen Anzeigeformen gegeben. Ein Opfer saß mit Alkoholgeruch in einem weißen, mit Haferflocken verschmutzten Anzug auf einer Bank. Die Zweite Person spielte eine Mundharmonika und die letzte Person saß auf dem Boden und zupfte Gras. Die Hunde sollten diese Personen unbeeindruckt von den seltsamen Szenarien sicher

und ausdauernd anzeigen. Station: Geräte und besondere Herausforderungen

Ein Team sollte durch 6 umgedrehte Eimer, auf denen Frikadellen lagen, ohne Leine Slalom laufen; selbstverständlich musste der Hund die Frikadellen unangetastet lassen. Im Anschluss sollte der Hundeführer seinen Hund aus der Entfernung über verschiedene Geräte lenken, wie z.B. über eine Fassbrücke oder durch einen Tunnel.

Station: Scannen

Das Scannen ist eine Form des Suchens, bei der der Hund an der Leine geführt wird. Wenn er die menschliche Witterung bekommt, zeigt er das durch Zug an der Leine an und führt den Hundeführer zur vermissten Person. Das Scannen wird meist an Gefahrenstellen genutzt, z.

B. bei Suchen in der Nähe von stark befahrenen Straßen. Die Hunde lernen jedoch auch selbstständig zu scannen, wenn sie Areale nicht einsehen können.

Eine Aufgabe bestand darin, mit dem Hund an der Leine hinter einer Plane zu laufen, die als Sichtschutz diente. Außerhalb des Sichtschutzes lag eine Person auf einer Bank, die weder der Hund und noch der Hundeführer sehen konnten. Der Hund sollte innen entlang laufen und eindeutig anzeigen, wo die Person lag.

Station: Apportieren

Hier bestand die Herausforderung darin, eine Suppenkelle aus Metall, einen Gummistiefel und einen Holzknochen zu apportieren. Allerdings lagen die Gegenstände ca. 15 bis 20 Meter entfernt auf der Wiese und der Hundeführer durfte vorher nur aus der Ferne darauf zeigen. Der Hundeführer musste den Hund zu dem Gegenstand schicken, welchen der Hund ihm bringen sollte.

Station: Erste Hilfe Mensch

Erste Hilfe Mensch ohne Hund war hier gefragt. Figuranten spielten verschiedene Verletzungen vor, die von den Hundeführern diagnostiziert und erstversorgt werden mussten.

Alles in allem war der Team-Test ein gelungener aber anstrengender Tag für Hund und Mensch. Ein großer Dank geht an das Organisationsteam und die vielen Helfer, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Bundeswehr zu Besuch auf unserem Trümmer Gelände

Die Bundeswehr zu Gast in Stevede

Im Februar haben die Soldaten des Hundezugs vom Fallschirmjägerbataillon 261 Lebach mit ihren Hunden unser Trümmergelände für ihre Trainingseinheiten genutzt.

Diese werden für den Kampfeinsatz ausgebildet um Feinde und Sprengstoff aufzuspüren.

Nach getaner Arbeit wird der Partner im Einsatz zum vollwertigen Familienmitglied und zum Kuschelhund.

Auch unsere Rettungshunde sind zu Hause wahre Experten im Kuscheln. Das Training der Rettungshunde unterscheidet sich allerdings insofern grundlegend von dem der Ausbildung der Schutzhunde, als dass sie ihren „Fund“ nicht als Feind oder Gegner empfinden, sondern als lange vermissten Freund, den sie freudig begrüßen. Sie haben gelernt, vermisste Personen niemals direkt zu berühren. Das aufgefundene „Opfer“ wird entweder durch lautes Bellen oder durch sogenanntes „Freiverweisen“ angezeigt.

Für Michael Brockmeier, der nun seinen Hund „Astor“ im Fallschirmjägerbataillon Lebach führt, war die Trainingseinheit der Bundeswehr in Coesfeld Stevede quasi ein Heimspiel. Er entdeckte sein Interesse an der Ausbildung von Gebrauchshunden in der RHS Münsterland und trainierte vor seiner Einberufung zur Bundeswehr in unserer Staffel  seinen Deutschen Schäferhund „Rex“.