Einsatzkooperation Westfalen - Lippe (EWL)

Die Einsatzkooperation Westfalen-Lippe ist ein Zusammenschluss mehrerer regionaler und ehrenamtlich tätiger Rettungshundestaffeln. Zurzeit gehören folgende Rettungshundestaffeln des Bundesverbandes Rettungshunde e. V. (BRH) und des Deutschen Roten Kreuz (DRK) der Einsatzkooperation an:

Alle oben genannten Rettungshundestaffeln sind in den Katastrophenschutz ihres jeweiligen Kreises eingebettet.

Entstehung der EWL

Seit vielen Jahren arbeiten die vier BRH Rettungshundestaffeln Münsterland, Warendorf, Lippe-Ems und Ostwestfalen-Lippe bei gemeinsamen Einsätzen, aber auch der Ausbildung, erfolgreich zusammen.

Am 17.9.2005 stellten sie auf dem „Aktionstag Einsatz“ in der Bielefelder Senne der Öffentlichkeit und den geladenen Gästen das Thema Rettungshundearbeit „live“ vor. Zahlreiche Vertreter von Polizei, Leitstellen, Behörden und verschiedenen Hilfsorganisationen folgten der Einladung und informierten sich auf ihrem Rundgang über die einzelnen Aspekte der Rettungshundearbeit. Das fachkompetente Publikum nutzte die Möglichkeit zu organisationsübergreifendem Gedankenaustausch und zeigte sich durchweg beeindruckt von der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer.

Diverse Einsatzkräfte und Polizei stehen im Wald und schauen in eine Richtung Im Wald beugt sich eine Einsatzkraft zu einem Hund hinab

Mit dem Ziel, Alarmierungsweg und Zusammenarbeit weiter zu optimieren, gründeten die vier Staffeln am 28.09.2005 im Rahmen eines Festabends die Einsatzkooperation Westfalen-Lippe.

Begrüßt wurde dieser Schritt von Festredner Herrn Georg Kersting, dem Leiter der Feuerwehr- u. Rettungsleitstelle Coesfeld, der seine positiven Erfahrungen im Einsatz mit den Staffeln Münsterland, Warendorf, Lippe-Ems und Bielefeld zusammenfasste.

Dr. Helmuth Hiegemann, Vorsitzender der BRH Rettungshundestaffel Münsterland erläuterte in seinem Vortrag den anwesenden Gästen die Einsatzmöglichkeiten von Rettungshunden und die Landesbeauftragte des Bundesverbandes Rettungshunde, Ulrike Gehner, umriss die Ziele und Möglichkeiten der neugegründeten Kooperation. Besonders betonte sie den Wunsch der Kooperationspartner, organisationsübergreifend weitere Staffeln aufzunehmen. Dabei stellte sie als besonders wichtigen Punkt heraus, dass die Einsatzkooperation ihre Aufgaben in der optimalen Vorbereitung auf den Einsatz sieht.

Ein gemeinsamer Einsatz der Kooperationspartner ist aber weiterhin von den alarmierenden Stellen abhängig.

Mit der Vertragsunterzeichnung durch die Vorsitzenden der Staffeln, Dr. Helmuth Hiegemann (RHS Münsterland),Thomas Bücker (RHS WAF), Gudrun Beuermann (RHS Lippe-Ems) und Susanne Klocke (RHS Bielefeld), und einer gemeinsamen Vorführung der Hundeführer auf dem Außengelände klang der sehr informative und kurzweilig gestaltete Abend aus.

Anfang 2008 trat die BRH RHS Lingen-Ems der Einsatzkooperation Westfalen-Lippe bei und im Verlauf der Zeit folgten weitere Rettungshundestaffeln.. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand 2017) arbeiten unter dem Dach der Einsatzkooperation Westfalen-Lippe sieben Rettungshundestaffeln des Bundesverband Rettungshunde e.V. und des Deutschen Roten Kreuzes erfolgreich in Einsätzen zusammen.

Eine große Gruppe Hundeführer und Hunde stehen auf einem Platz 6 Personen in Uniform posieren für ein Foto in einem Schulungsraum Mehrere kleine Gruppen in Uniform unterhalten sich

Einsatzstärke der EWL

Zusammen stehen von den 7 Rettungshundestaffeln zurzeit:

  • 64 geprüfte und einsatzfähige RH-Teams – Fläche 
  • 26 geprüfte und einsatzfähige RH-Teams – Trümmer
  • 25 geschulte und zertifizierte Zugführer
  • 120 geschulte Einsatzhelfer/Suchgruppenhelfer

für die Suche nach vermissten, lebenden Personen zur Verfügung.

  • RH-Team = ein Rettungshundeführer mit seinem Rettungshund
  • RH-Team Fläche = geprüftes Team für die Suche nach vermissten Personen in unwegsamen Geländen, wie z. B. Waldgebieten
  • RH-Team Trümmer = geprüftes Team für die Suche nach verschütteten Personen in eingestürzten Gebäuden, z. B. nach Gasexplosionen, Erdbeben, etc.
  • Zugführer = speziell ausgebildete und vom Bundesverband Rettungshunde (BRH) zertifizierte Person, die den Rettungshunde-Einsatz in Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, etc koordiniert
  • Einsatzhelfer/Suchgruppenhelfer = geschulte Person, die den Zugführer und den Rettungshundeführer bei einem Sucheinsatz unterstützt 

Kosten für einen EWL-Einsatz

Der Einsatz der Einsatzkooperation Westfalen-Lippe ist für den Alarmierenden kostenfrei!

Vorteil der Einsatzkooperation Westfalen-Lippe

Innerhalb kürzester Zeit stehen 15-25 geprüfte Rettungshunde-Teams für Suchmaßnahmen zur Verfügung. Weitere Teams sind auf Abruf einsatzbereit.

Finanzierung der Einsatzkooperation Westfalen-Lippe

Die BRH Rettungshundestaffeln sind ehrenamtlich tätig und tragen sämtliche Kosten für ihre Ausrüstung und die Einsatzfahrten selbst. Die Hunde sind in privater Hand des Hundeführers. Die Staffeln finanzieren sich ausschließlich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und zusätzliche Zahlungen der Hundeführer.