Ausbildung

Um einen Hund vom „einfachen Familienhund“ (denn dann das sind alle unsere Hund in erster Linie) zum Rettungshund auszubilden, gibt es einige Voraussetzungen die erfüllt werden sollten.

Was muss ein Rettungshundeführer mitbringen?

Ideeller Aufwand: Eine Rettungshundestaffel ist kein Hundesportverein – unsere Aufgabe ist es Menschenleben zu retten!

Die Mitgliedschaft in der Staffel erfordert viel Enthusiasmus, Engagement und vor allem einen hohen Zeitaufwand.

Zeit: die Grundausbildung findet samstags von 9.00 bis 12.30 und von 13.30 bis 17.00 statt. Bei Bedarf und Gelegenheit kommen noch weitere Termine wie z.B. Auswärtstraining, Vorführungen, Fortbildungen und Übungseinsätze hinzu. Trainingszeiten finden bei Wind und Wetter statt; die Einsätze nehmen keine Rücksicht auf gesetzliche Feiertage.

Finanzieller Aufwand: Rettungshundearbeit ist nicht billig. Alle Mitglieder finanzieren ihre gesamte Ausrüstung und die Fahrtkosten zu z.T. bundesweit entfernten Trainingsgebieten und Einsätzen selber.

Interesse an theoretischer Ausbildung: die Hundeführer werden regelmäßig geschult in Orientierung mit Karte, Kompass und GPS, in 1. Hilfe Mensch, 1. Hilfe Hund u.v.m.

Teamfähigkeit: die Hunde werden in Gruppen ausgebildet und jeder Hundeführer unterstützt den anderen. Von jedem Mitglied werden Teamfähigkeit, die Anwesenheit bei Arbeitsdiensten, sowie die Mithilfe bei anstehenden Staffeltätigkeiten erwartet.

Körperliche Fitness: der Hundeführer muss gesund und beweglich sein.

 

Was muss ein Rettungshund mitbringen?

Er sollte nicht älter als 4 Jahre sein: die Ausbildung dauert ca. 2 Jahre; der Hund sollte also möglichst jung sein, um als geprüfter Rettungshund oft in den Einsatz gehen zu können.

Er sollte sportlich und lauffreudig sein: in der Prüfung ist das Suchgebiet 25.000qm groß und muss in 25 Minuten abgearbeitet werden. Im Einsatz sind die Suchgebiete deutlich größer.

Er sollte sehr spielfreudig und/oder verfressen sein: Spielzeug und Futter dienen als Belohnung, da wir ohne Druck und Strafe ausbilden.

Er sollte nicht zu klein und nicht zu groß/schwer sein: sehr kleine Hunde scheitern oft an dichtem Gestrüpp oder in den Trümmern an Hindernissen; die sehr großen/schweren Hunde sind oft nicht dauerhaft belastbar wegen auftretender Probleme an den Gelenken.

Er sollte nicht ängstlich oder aggressiv sein: Nervenstärke, Ausgeglichenheit, Sicherheit gegenüber Umweltreizen sind erwünscht sowie Verträglichkeit mit anderen Hunden und Menschen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann besuchen Sie doch unseren vierteljährlich stattfindenden Infotag. Dort beantworten wir Ihnen alle Fragen und Sie können ein Schnuppertraining mit Ihrem Hund vereinbaren.

Termine der Infotage finden sie entweder hier auf der Homepage oder wenden Sie sich gerne an unser Ausbildungsteam !

Wir freuen uns auf Sie und Ihren Hund!

 

Weitere Informationen unter:

 

Sie haben keinen Hund ? Na und !!!

Auch ohne Hund gibt es Möglichkeiten, sich in der Rettungshundestaffel einzubringen. Es gibt die Möglichkeit, als Versteckperson beim Training mitzuarbeiten, aber auch und gerade im Einsatzfall brauchen wir, als Rettungshundestaffel, Helfer.

Suchgruppenhelfer (SGH):

In den Einsatz geht ein Team bestehend aus Rettungshundeführer, Hund und mindestens einem SGH (je nach Gefahrenlage/Straßenverkehr auch mehrere). Der SGH kümmert sich um den Funkverkehr mit dem Zugführer, orientiert sich mit Hilfe von Karte/Kompass und GPS im Gelände und achtet darauf, dass der Hundeführer sich stets im richtigen Suchgebiet befindet. Der SGH versorgt ggf. verletzte Personen, während sich der Hundeführer ausschließlich auf die Suche und seinen Hund konzentriert. Ohne diesen wichtigen Helfer geht kein Rettungshundeführer in den Einsatz.

Außerdem gibt es noch die Einsatzassistenten, Gruppenführer und Zugführer. Nein, hier werden keine Züge bewegt, diese ausgebildeten Mitglieder kümmern sich um alle einsatzrelevanten Dinge.

Einsatzassistent:

Mit diesem Aufgabenbereich beginnt die Ausbildung der Zugführer (Einsatzleiter der Rettungshunde). In der ersten der insgesamt drei Ausbildungsphasen geht es (nach einem Eingangstest) um die Grundlagen. Wie errechnet man die Größe der Suchgebiete, wie viele Rettungshundeteams brauche ich, welche Formulare brauche ich, welche technischen Mittel kann ich mir zu Nutze machen? Wo plane ich in einem Einsatzfall meine Treffpunkte, muss ich Nachbarstaffeln nachalarmieren? Anschließend muss der Einsatzassistent mindestens in 5 Einsätzen auf diesem Posten absolvieren, bevor er in den zweiten Teil der Ausbildung darf.

Gruppenführer:

Der Lehrgang des Gruppenführers ist in zwei Ausbildungsphasen unterteilt. Hier geht es zum einen um die Einsätze im Trümmerbereich, um das Führen eines Teams und um Kommunikation.

Und zum anderen geht es um Recht und Versicherung: Sonder- und Wegerechte, Versicherungsschutz bei Einsätzen, auf der Anfahrt, bei Einsatzübungen. Auch hier muss der Gruppenführer seine Fähigkeiten unter Beweis stellen und mindestens 5 Einsätze als Gruppenführer absolvieren. Nun erst darf er die letzte Ausbildungsphase zum Zugführer absolvieren. Zwei Tage lang wird das gesamte Wissen des angehenden Zugführers abgefragt. Mit bestandener Prüfung ist er nun zertifizierter Zugführer.

Im Einsatzfall kümmert sich der Zugführer um den Kontakt mit der Polizei oder Feuerwehr. Er erarbeitet mit seinen Gruppenführern und Einsatzassistenten die Suchgebiete und koordiniert über Funkkontakt seine Rettungshundeteams. Er ist verantwortlich für seine Teams und hält ihnen während des Einsatzes den Rücken frei. Sämtliche Informationen laufen über den Zugführer; er ist die zentrale Anlaufstelle für alle RH-Teams.

Also, man muss nicht unbedingt Hundeführer sein, um einen wichtigen Posten in der Rettungshundestaffel einzunehmen!